The Fernweh Collective – Kein Reisemagazin?(!)

The Fernweh Collective - The Jungle

The Fernweh Collective – The Jungle

Neulich stieß ich beim Stöbern auf einen Hinweis zum Magazin „The Fernweh Collective“. Also ging ich auf die Website und schaute was es dort für Infos gab. Was ich dort zu sehen bekam, hat mich so sehr fasziniert, dass ich beide bisher erschienen Ausgaben sofort bestellt habe.

Der Tipp kam vom Stilpirat Steffen Böttcher, von dem dort ein Interview zu lesen ist. Hört sich interessant an und macht sofort neugierig – zumal Steffen für höchste fotografische Qualität und erzählerisches Können steht.

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Artikel und Bilder vom Stilpirat

In dem Interview beschreibt er seine erste Reise nach Vietnam im Jahr 2013 und wie es dadurch zur Idee für sein aktuelles Reise/Workshop Programm „Inside Vietnam“  kam. Die Texte und Interviews mit dem Stilpiraten sind durch seine natürliche Art sehr eindrücklich. Er hat durch sein freundliches, offenes Wesen Zugang zu den Menschen gefunden und zeigt die Menschen in eindrücklichen, wunderschönen Bildern.

The Jungle

„The Jungle“ heißt die aktuelle Ausgabe des Magazins. Auf der vorletzten Seite ganz unten steht geschrieben: „Not another travel magazine“. Wie richtig dies ist, weiß jeder, der bis hierher gelesen hat. Es ist viel mehr als das.

Verschiedenste Autoren tragen mit Ihren Artikeln und Bildern dazu bei, eine erfrischende Vielfalt des Themas Dschungel vor dem Leser auszubreiten. Dabei stehen die Fotos meist wohltuend im Vordergrund. Den beiden Heftmacherinnen Elisaveta Schadrin-Esse und Serena Hatfield –kurz Belka und Strelka-ist es wichtig auf die Problematik der Zerstörung der Dschungel-Lebensräume hinzuweisen. Dies klingt immer wieder in den Berichten an und wird durch Fakten, Hintergrundinformationen und Einschübe erläutert. Dies regt zum Nachdenken an und das macht einen der Unterschiede zu einem Reisemagazin im klassischen Sinne aus.

Natürlich sind auch viele andere Geschichten wichtig in dem Heft. Und diese faszinieren genau wie das Interview mit dem Stilpirat. Neben den Geschichten sind die Bilder der Fotografen ein echtes Highlight. Jeder der Fotografen zeigt seinen eigenen unverwechselbaren Stil auf die Sicht der Dinge. So ist es also ein Sammelsurium von Perspektiven der Fotografie auf die Thematik. Darin drückt sich oft die Situation der Artikelschreiber aus. Sind es Menschen, die auf der Suche nach sich selbst sind oder an der Kultur des anderen Interessierte. Will der Berichterstatter mehr die Landschaft und Natur zeigen oder das Leben der Menschen in dieser. Natürlich fasziniert auch, dass es Dschungel auf allen Kontinenten rund um unsere Erde verteilt gibt. Angefangen auf Hawai, über die Dschungelgebiete Mittel- und Südamerikas, weiter über Afrika, Indien bis hin zu den Ostasiatischen Inseln wie Borneo.

Indien

Indien

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Portraits aus Sumatra

Witzig fand ich auch die Idee übergreifende Themen mit aufzunehmen. So gibt es eine Playlist mit Musik zum Thema. Ein Artikel beschäftigt sich mit der Frage, wie man den Dschungel in seine 4 Wände bekommt. Und auch das Thema reisen mit kleinen Kindern wird beleuchtet. Diese 3 Artikel allein zeigen schon die Vielfalt der Anregungen, die diesem Heft zu entnehmen sind. Toll!

Up North

Nicht genug mit dem Heft über den Dschungel: Ein halbes Jahr vorher erschien das erste Heft mit dem Titel „Up North“. Auch dies nicht minder empfehlenswert und spannend. Die Hefte greifen die Thematik sehr abwechslungsreich und übergreifend auf. Es dreht sich nie nur um ein Land, sondern vielmehr wird eine Klimaregion zum Dreh- und Angelpunkt eines Heftes. So lernt man ganz unterschiedliche Aspekte kennen und die unterschiedlichsten kulturellen Hintergründe.

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Gespickt ist das Ganze mit sehr vielen Informationen und Tipps, die einem die Planung einer Reise mit dieser Thematik erleichtern. Ich kann nur empfehlen: Wer Reisen liebt und sich die ein oder andere faszinierende Idee für eine Reise holen will, dem sei „The Fernweh Collective“ wärmstens ans Herz gelegt.

Was sofort auffällt: es enthält keine Werbung und nicht nur deshalb ist der Preis von 9,80 € für 172 Seiten mehr als gerechtfertigt.

Zur Zeit arbeiten die beiden Macherinnen an der dritten Ausgabe, die vielleicht vor dem Weihnachtsfest erscheint (?). Das wäre dann eine tolle Geschenkidee für alle vom Fernweh geplagten Reisenden. Ich bin gespannt welches Thema sie sich diesmal als Leitfaden gesucht haben…

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