London – Tag 1

Big Ben von Westminster Abbey aus gesehen

Big Ben von Westminster Abbey aus gesehen

Nach London wollte ich immer schon mal! Also sind wir kurzentschlossen für 4 Tage in die Hauptstadt von Großbritannien aufgebrochen. Über die Eindrücke berichte ich in 4 Teilen auf diesem Blog. Am ersten Tag haben wir Buckingham Palace gesehen und waren vor allem rund um Westminster unterwegs.

Der Flug ging um 7 Uhr von Basel Mulhouse nach London Gatwick. Durch die Zeitverschiebung und eine Stunde und 15 Minuten Flug verliert man keine Zeit. Toll! In Gatwick überfordert einen dann erst einmal die Menschenmenge, die Richtung Stadtzentrum drängen. Erste Hürde: Ein Ticket für den Gatwick Express zur Victoria Station. Der Reiseführer empfiehlt eine günstigere Verbindung! Ein Gespräch mit der netten Kollegin am Kartenschalter belehrt uns schnell eines Besseren! Warum wollen Sie einen Umweg fahren, wenn die Verbindung zur Victoria Station nun  mal mit dem Gatwick Express die kürzeste und schnellste ist? Da wusste ich nun ehrlich gesagt keine gescheite Antwort drauf und kaufte eine Rückfahrkarte von Gatwick zur Victoria Station! Und wirklich war es die beste Entscheidung.

In Victoria Station kauften wir dann eine Oystercard. Auch dies eine sinnvolle Investition bei einem Aufenthalt in der Metropole London. Sie ermöglicht es alle öffentlichen Verkehrsmittel in London bequem und unbürokratisch zu nutzen. Außerdem ist die Karte so intelligent angelegt, dass man nur die Fahrten zahlt, die erforderlich sind. Übersteigt die Anzahl der Fahrten den Fahrpreis für ein Tagesticket, wird automatisch nur der Tagesticketpreis abgerechnet. Echt eine gute Lösung. Wir haben so in den 4 Tagen genau 4 Tagestickets verfahren. Das ist die Empfehlung für die Mobilität in London.

Von der Victoriastation sind wir dann zum Hotel und haben dort unser Gepäck abgestellt. Die Victoriastation ist ein Ort der Mobilität. Viele der London Besucher kommen hier an und betreten von hier aus die Stadt Großbritanniens bzw. verlassen Sie wieder. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen. Wir haben dies bei unserer Ankunft sehr genossen und das Treiben bei einem ersten English Breakfast Tea im Starbucks in der großen Halle beobachtet. Wie unterschiedlich ist das Tempo der Reisenden: Die einen sind spät dran und hetzen von Bahnsteig zu Bahnsteig, um den Zug nicht zu verpassen. Die anderen haben alle Zeit der Welt und schauen welchen Bahnsteig sie erreichen müssen bzw. gönnen sich noch einen Moment der Ruhe bei einem Kaffee oder Tee oder lesen einfach noch ein wenig in einer aktuellen Tageszeitung. Für die neuen gibt es auf dem Boden von Victoria Station eine Einrichtung zur Orientierung, die recht genial ist. Auf dem Boden gibt es verschiedenen farbige Linien, die einen zu bestimmten Zuggleisen führen. Z.B. für den Gatwick Express. Das ist echt Klasse, wenn man ansonsten den Überblick verloren hat. Man richtet sich an so einer Linie aus und folgt ihr bis zum betreffenden Bahnsteig.

Überhaupt war das ein sehr positiver Eindruck an dem Bahnhof in London. Es gibt immer genügend Personal an den Bahnsteigen oder den Wartebereichen, die man um Rat fragen kann.

Von Victoria sind wir ins Hotel im Norden des Hyde Park gefahren. Gepäck abgestellt und schon ging´s los. Zuerst sind wir mal durch den Hydepark gelaufen. So riesig die Stadt ist, so riesig sind auch ihre grünen Oasen – insbesondere der Hydepark. Bei strahlendem Sonnenschein sind wir Richtung St. James Park und dann zum Buckingham Palace. Interessanter als den königlichen Palast fanden wir die Guards Barracks. Als wir dort vorbeilaufen kommt plötzlich eine Musiktruppe aus dem Eingang marschiert und übt komplizierte Marschformationen bei klassischer Musik. Das war schon beeindruckend. Tolle Musik und dabei in komplizierten Formationen gegen und durcheinander im Takt zu marschieren. Da lohnt es sich ein wenig zu verweilen und zu zuschauen.

Union Jack auf dem Buckingham Palace

Union Jack auf dem Buckingham Palace

Weiter sind wir dann Richtung Westminster Bridge gelaufen. Das ist wohl einer der Hauptanziehungspunkte für alle Londonbesucher. Von hier blickt man auf das Regierungsviertel mit Westminster und Big Ben. Dahinter erhebt sich die königliche Kirche Westminster Abbey. Blickt man über die Themse so strahlt dort das moderne Wahrzeichen von London : London Eye. Das Riesenrad.

Blick von der Westminster Bridge über die Themse zum London Eye

Blick von der Westminster Bridge über die Themse zum London Eye

Was uns am ersten Tag besonders anzieht ist die Westminster Abbey. Man kann sie natürlich besichtigen und eine Führung machen. Wir haben eine andere Idee: Wir nehmen an einer Messe Teil. Dienstags zum Bespiel findet um 17 Uhr eine Messe statt. Jeder ist dazu willkommen. Besonders daran ist, dass auch der Westminster Choire dazu singt und von der tollen Orgel begleitet wird. Man bekommt so einen besonderen Eindruck von der Größe und Erhabenheit dieser Kirche, die schon mehr als tausend Jahre hier steht. Das Ganze spielt sich sehr zeremoniell und streng geordnet ab.

london-bigben-telefonzelle

Englische Telefonzelle mit Big Ben

Die englischen Telefonzellen sind immer noch ein echter Klassiker. In London gibt es sie noch häufig. Sie stehen allein manchmal auch zu zweit an vielen Stellen. Wir haben allerdings niemanden gesehen, der eines dieser anachronistischen Häuschen zum Telefonieren benutzt hätte. Hauptzweck dieser Zellen scheint die Kulisse für das „besondere Foto“ zu sein. Die Mobilfunktelefonie macht diese Zellen inzwischen überflüssig. In Deutschland sind sie beinahe ganz verschwunden. Man kann nur hoffen, dass sie in London zumindest noch überdauern werden.

In der Nähe unseres Hotels haben wir uns dann einen Pub gesucht, um den Abend englisch ausklingen zu lassen. „The Bayswater Arms“ war der Pub, der uns auf Anhieb gefiel. Sehr gemütlich. Sehr englisch. Es gab gutes typisch englisches Essen und eine große Auswahl an verschiedensten Biersorten. Die Stimmung in den Pubs ist einfach toll. Freundliche Bedienungen und Gäste. Man kommt mit allen schnell ins Gespräch und kann so auch den ein oder anderen Tipp ergattern.

Doppeldecker Bus

Doppeldecker Bus

Undergroundstation Westminster

Undergroundstation Westminster

Street mit Rucksäcken

Street mit Rucksäcken

Türen schließen

Türen schließen

Underground - Street

Underground – Street

Tipp: In einer so großen Stadt wie London sind oftmals die Wege ein großer Zeitfresser. Also lieber auf ein Viertel oder einen Stadtteil pro Tag beschränken und dort die Attraktionen ansehen, die einen interessieren.

Was habt Ihr in London erlebt? Habt Ihr eine Lieblingslocation? Was sollte man nicht verpassen bei einem Londonbesuch?

Links:

http://www.london-kurztrip.de/

http://www.taylor-walker.co.uk/pub/bayswater-arms-bayswater/c6718/

7 Kommentare

  1. Hallo Andreas. Toll Dein Blog! Eine gelungene Mischung aus Farb- und Schwarzweiß-Bildern, aus „typisch“ britisch und Alltagsszenen. Besonders Deine Mädels vor der flitzenden U-bahn gefallen mir sehr gut. Und ich beneide Dich natürlich heiß, daß Du den Sprung geschafft hast. Bin schon sehr gespannt auf die nächsten Beiträge!!!

  2. Sabine Burger

    Hallo Andreas,
    wirklich ganz klasse geschrieben. Man hat fast das Gefühl man war bei euch. Freue mich jetzt schon auf Tag 2.
    Mach weiter so.
    Liebe Grüße an Angelika

  3. Michael Horz

    Lieber Andreas,
    sehr schöner Blog und professionelle Internetpage. Die Bilder geben genau die Stimmung wieder, als ich vor 4 Jahren in London war. Weiter so!
    (ich hab die Mädels vor der U-Bahn auch erkannt).
    Viele Grüße
    Michael

  4. Frauke Stockmann

    Hey! Gefällt mir auch sehr gut dein Blog!!! Schöne Bilder und interessant geschrieben!
    Mein Lieblingsbild: das mit der Telefonzelle und…!
    Weiter so,klasse Idee :)))

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